Die Geschichte der Bergperle ist etwas ungewöhnlich...
- so ungewöhnlich wie unsere persönliche Geschichte

und wie es zu unserem "Baby" der Pension Bergperle in Sent kam...

Einige ( Zeitschriften ) fanden bereits das dies etwas wäre was man auch niederschreiben sollte und
Interessierten zugänglich machen - wir fanden: warum sollten wir etwas dagegen haben ?
- wir haben nichts zu verheimlichen.

Und da dies nun schon an verschiedener Stelle veröffentlicht wurde

stellen wir unsere Geschichte auch unseren Gästen und Interessierten hier zur Verfügung.

Vielleicht Inspiriert es ja zu nachmachen ?

Mit 15 verliebte sich Til in Doro – und wurde nicht erhört.
Acht Jahre später trafen sie sich durch einen unglaublichen Zufall wieder.
Es folgte eine kurze, leidenschaftliche Zeit – dann verloren sie sich aus den Augen.
Aber dann, 20 Jahre später, bekam Doro eine Email.
Von Til. Und sie verliebte sich endgültig. „Weil niemand so schön schreibt, wie er...“.

Es hat ja eine Weile
gedauert, bis es bei
euch beiden endgültig
gefunkt hat?


Til: Na ja. Bei mir nicht. Ich war
schon mit 15 total verschossen in Doro.
Damals auf Baltrum, 1978 – bei
meinem ersten Urlaub ohne Eltern.

Doro: Ich aber hatte nur Augen für Albert,
Tils besten Freund.

Til: Neben dem blonden, blauäugigen
Superathleten konnte ich trotz
Lockenmähne einfach nicht landen.

Doro: Er war so schön –
Albert meine ich.

Til: Und ich war schwer beein
druckt von Doro. Sie war zwei
Jahre älter als ich, so cool, stark,
geradeaus. Dabei total sensibel.
Sehr ambivalent, sehr spannend....
Aber eben in den Falschen verliebt (lacht).

Und dann war der Urlaub vorbei…


Doro: … und die Liebe auch.
Deshalb habe ich weder mit
Albert noch mit Til Adressen getauscht.

Til: Umso unglaublicher ist,
was dann acht Jahre später passierte.
Zufall, Schicksal, Fügung?
Auf jeden Fall dachte ich in dem Moment:
Ja, das ist die Frau für mich,
anders kann es gar nicht sein.

Was passierte denn?


Til: Ich hatte gerade meine Ausbildung
zum Werbekaufmann in B.S. ( Bad Salzuflen ) abgeschlossen.
Fand, dass ich mir einen kurzen Urlaub
verdient hätte, beschloss,
meinen Freund Bert in Freiburg zu besuchen?

Doro: 600 Kilometer entfernt.
Ohne vorher Bescheid zu geben.

Jedenfalls war Bert nicht da.

Til: Ich läute an der Tür,
und wer steht dahinter? Doro.
Mich traf der Schlag.
Ich hatte nicht die leiseste Ahnung,
dass Bert mit Doro zusammen ist.
Ich wusste noch nicht mal,
dass er eine Freundin hat.
Jedenfalls haben wir uns sofort wieder erkannt.

Doro: Du hast mich erkannt.

Til: Du hast mich auch erkannt.

Doro: Stimmt. Ich war so verblüfft,
Dich zu sehen.

Til: Wir haben stundenlang gequatscht.
Was so passiert ist in den Jahren.
Bis uns dann der Hafer juckte.
Irgendwas mussten wir mit dem
angebrochenen Abend schließlich anstellen.
Doro: Also fuhren wir nach Venedig.


Nach Venedig?


Til: Ja, wir waren in so einer verrückten,
ausgelassenen Stimmung, flirteten
– und wahrscheinlich wussten wir,
dass mehr passieren würde.
Aber in Berts Wohnung?
Also... wir sind wohl vor unserem
schlechten Gewissen geflohen,
packten die Schlafsäcke in meinen Opel
und fuhren zum Karneval nach Venedig.

Doro: Da kamen wir uns dann näher. Aber ganz brav.

Til: Wir haben rumgeknutscht und im Auto geschlafen,
einfach nur romantisch.


Wie ging es weiter?

Til: Ich zog nach Freiburg, zuerst in eine WG

– mit Doros Freundin Kerstin, und suchte mir einen Job.

Doro: Ich schlüpfte bei einer anderen Freundin unter.
Aber dann passierte die Sache mit Kerstin.

Til: Nix ist passiert. Kerstin war kein bisschen mein Typ.
Ich bin nur nach einem Fest mit sehr viel Alkohol in Kerstins
Bett aufgewacht. Verkatert, aber unschuldig. Da lief nichts.

Doro: Das hat Kerstin anders erzählt.

Til: Und du hast ihr geglaubt.
Obwohl ich geredet habe wie ein Buch,
dich angefleht habe, mir zu vertrauen.
Nichts konnte dich umstimmen.
Völlig niedergeschlagen zog ich
schließlich zurück nach Bad Salzuflen.

Doro: Ich war gekränkt und enttäuscht u
nd lernte kurz darauf meinen späteren Mann kennen.

Til: So ganz habe ich Doro aber nie vergessen.
Ich hatte noch ein paar Fotos von ihr.
Und immer wenn ich umzog B.S. - Hamburg - San Franzisco - Hamburg, München, Berlin ... , fielen sie mir in die Hände.
- Schade, dass das damals nicht geklappt hat, dachte ich.


Wie ging euer Leben weiter?


Til: Ich heiratete eine Cousine in Berlin Köpenik,
damit sie aus der DDR ausreisen konnte.
Und ließ mich zwei Jahre später
in aller Freundschaft in Lemgo wieder scheiden.

Doro: Wir heirateten im selben Jahr und
ließen uns im selben Jahr wieder scheiden...
Überhaupt verlief unser Leben in vielem parallel.
Wir haben danach zum Beispiel beide
beruflich richtig Gas gegeben.
Ich zog für eine zweite Ausbildung nach Frankfurt,
arbeitete dann bei einem Reiseveranstalter in Basel…

Til: ...während ich Karriere in einer grossen Werbeagentur
und später als Manager in einer Internetfirma machte.


Doro: Und dann zogen wir – wieder fast zur gleichen Zeit –
die Notbremse.
Als ich für meine Firma nach Amerika sollte,
wusste ich: Das ist es nicht. Geld, Karriere, immer höher, immer weiter.
Ich mochte das nicht mehr.


Til: Leute einstellen und wieder entlassen, nur damit die Bilanz stimmt.
Ich wollte mir wieder im Spiegel in die Augen sehen können.
Das war 2006.
Wir waren um die 40 und hatten beide zur gleichen Zeit eine Sinnkrise.
Doro: Ich reiste dann für ein paar Monate nach Indien,
um in einem Aryuveda-Hotel als Übersetzerin zu arbeiten.
Ein Job mit viel Zeit zum Nachdenken.

Til: Fast zeitgleich warf ich in München meine Kamera in den Koffer
– ich hatte eine neue Kooperation mit einer Wakeboardschule auf Sri Lanka,  und wollte dort ein neues Sportfotografie Business aufbauen.
Beim Packen fand ich ein Foto von Doro.
Und wieder fragte ich mich:
Was hat sie wohl mit ihrem Leben angestellt? Wo lebt sie?
In einem Schulfreunde-Portal im Internet fand ich
tatsächlich ihre Mail-Adresse. Und schrieb ihr…

Doro: Am 3. Dezember 2006 kam die Mail an.
Und ich hatte nicht den Hauch einer Idee, wer du bist. Til wer?
Den Name musste ich erst mal googeln.
Und ich fiel fast vom Stuhl.
Nee, dachte ich mir, nicht der schon wieder!

Til: Aber geantwortet hast du doch.

Doro: Weil du so schön schreiben kannst.

Til: Nach jeder Mail lief ich herum,
wie ein aufgedrehtes Springmännchen.
Dachte: Wahnsinn, wie ähnlich wir denken,
wie wir zu Dingen stehen, die wir erlebt haben.

Doro: Seelenverwandte.
Und sehr schnell: verliebte Seelenverwandte.


Wer zuerst?


Doro: Darüber haben wir nie gesprochen.
Ich glaube: Es erwischte uns gleichzeitig.

Doro: Nach drei Wochen und 300 E-Mails,
Til war inzwischen auf Sri Lanka, sagte ich: Ich komme.

Til: Am 13. Januar 2007.

Doro: Ich stieg aus dem Flugzeug,
Til nahm mich in den Arm und ich wusste: Das ist es.

Später, nach unser Rückkehr nach Deutschland ging
alles ganz schnell: Til kündigte seine Wohnung in München
und zog zu mir nach Freiburg.

Til: Wir schwebten auf Wolke sieben, schmiedeten Pläne.
Eins war klar: Wir wollten nicht zurück in unser altes Leben.
Da fiel mir die abgelegene Alm eines Freundes in der Schweiz ein.
Warum nicht dort ein kleines Restaurant eröffnen?

Doro: Wir holten uns die Genehmigung der Gemeinde
und fingen an. Einfach so.
Til kocht gern und hat einfach ausprobiert, was funktioniert.

Til: Und Du warst für die Gemüsesuppe zuständig.

Doro: Die wir bis heute nicht mehr sehen können.
Aber im Ernst: ... aber echt lecker war ! - Das waren unsere schönsten Sommer,
damals in Flöna. Mitten in den Bergen, ohne Strom,
ohne fließendes Wasser, ohne Handy, ohne Fernsehen,
ohne Radio. Genau das richtige, um runterzukommen.  

Til: Es hat sich einfach gefügt. Als wir eine größere
Wohnung für den Winter suchten,
fanden wir unser jetziges Haus.
Zu groß für zwei – aber perfekt für eine Pension.

Doro: Deshalb haben wir die „Bergperle“ eröffnet
– in Sent im Unterengadin (www.bergperle.ch).

Til: Und festgestellt, dass wir uns perfekt ergänzen.

Doro: Ich stehe gerne früh auf.

Til: Und ich übernehme die Spätschicht.

Doro: Til kümmert sich um Werbung und den Computer…

Til: Und Doro ist der gute Geist des Hauses.

Doro: Vor allem: Wir müssen uns nicht absprechen,
es klappt einfach.
20 Jahre früher hätten wir das nicht hingekriegt.
Uns so nah sein und gleichzeitig so frei zu fühlen.

Til: Deshalb heirateten wir vor fünf Jahren auch.

Doro: Am 11.11.2011. In Südafrika am Strand.
Nur wir zwei. Ich im Sommerkleid bei lausigen 15 Grad.

Til: Einfach wunderbar war das.


Til15

 

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Ich und Du

Ich liebe an ihm,

dass er so gelassen ist,
dass er Probleme pragmatisch angeht,
immer zuverlässig und
hundertprozentig ehrlich ist.

Ich liebe an ihr,

dass sie so schnell ist,
immer wach und aufmerksam.
Und viel mehr mit dem Bauch
als mit dem Kopf denkt.

Mich nervt an ihm,

dass er so gelassen ist.
Manche Dinge kann man
auch schneller erledigen.


Mich nervt an ihr,

dass sie ständig Dinge verlegt.
Bei uns eine Schere wiederfinden?
Unmöglich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DoroTilKapstadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DoroTilHochzeit

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